Alpaca
Schnellsuche
 




Mein Konto | Warenkorb | Kasse 
Alpaca
Alpaca
Alpaca
Home » Tiere » Nutzung 
Währungen
Katalog
Neue Produkte
Sonderangebote
APU KUNTUR
Kuna by Alpaca 111
.
Sonderangebote
HS17 Karaoke Dark Olive
HS17 Karaoke Dark Olive
CHF 245.00
CHF 196.00
Warenkorb
0 Produkte
Apu Kuntur Alpaca
Marktkalender
Kontakt
Laden
Firmenportrait
Grosshandel
Pflegehinweise
Tiere
  Vikunjas
  Alpacas/ Lamas
  Nutzung
AGB's
Links
Nutzung von Neuweltkameliden Nutzung von Neuweltkameliden


• Lamas als Packtiere, heute noch für lokale Transporte.

• Lamas als Opfertiere.

• Lamas zur Landschaftspflege und ökologischen Nutzung: Die Fasernutzung von Neuweltkameliden ist in Südamerika sehr stark durch Schafzucht verdrängt worden. Man erkannte jedoch in neuerer Zeit, dass Neuweltkameliden ökologisch bestens an die extremen Standorte angepasst sind. Eine gemischte Beweidung mit verschiedenen Tierarten könnte eine bedeutend bessere Nutzung der Futterpflanzen ergeben.

Milch von Neuweltkameliden wird bisher noch nicht durch den Menschen genutzt. Das Melken ist infolge der kurzen Zitzen sehr schwierig.

Fleisch: Lamafleisch hat einen sehr geringen Cholesterolgehalt. Ca. 9 - 10% der Lamapopulation wird jährlich geschlachtet, sehr oft in Hausschlachtungen. Kamelidenfleisch wird vorwiegend von armen Bevölkerungsschichten verzehrt. Lamafleisch wird auch betrügerisch als Fleisch anderer Tierarten verkauft. Die Frischfleischpreise liegen deutlich niedriger als die für Schaf- oder Rindfleisch. Trockenfleisch (Charqui) hat eine höhere Akzeptanz. Im Entwicklungsstadium befindet sich die Produktion von Schinken, Wurstwaren und Konserven.

Leder: die Haut von Lamas hat eine sehr ungleichmäßige Struktur, deswegen ist sie nur sehr eingeschränkt für die Lederverarbeitung (Taschen, Gürtel, Schuhe, Riemen) geeignet.

Flies

Wolle (Faser): Die Weltproduktion an Fasern von Neuweltkameliden betrug 1992 ca. 4 000 t. Von der gesamten Weltproduktion an Wolle und Tierhaaren entfielen 2,6 % auf alle feinen Tierhaare, bzw. 0,1 % nur auf Alpaka/ Lamafasern. Der grösste Teil der Weltproduktion kommt aus den Ursprungsländern: 90 % aus Peru, der restliche Anteil aus Bolivien, Argentinien und Chile. Ca. 90 % der Fasern werden in kleinbäuerlichen Betrieben erzeugt. In Peru stammen ca. 3,5 % der Kamelidenfasern von Lamas.

Wolle

Die Vermarktung läuft über wenige grosse Firmen in Peru und Argentinien mit monopolartiger Stellung. Meist erfolgt die Aufbereitung der Rohware (Sortierung, Herstellung von Tops) in Südamerika, während die Garn- und Textilherstellung im Ausland durchgeführt werden. Die Ware wird überwiegend nach Italien (50 %), Deutschland (10 %), Großbritannien (19 %) und Japan (15 %) exportiert, 15 % gehen in andere Länder.

Seit ca. 1830 hat sich die industrielle Verarbeitung entwickelt. Möglicherweise wurde Alpakafaser ursprünglich als Ersatz für Mohair nach Grossbritannien eingeführt. Heute werden die Fasern in Europa zur Erzeugung hochwertiger Luxustextilien verwendet.

Für die Klassifizierung der Rohware besteht kein einheitliches Schema, entscheidende Kriterien sind der Faserdurchmesser, die Farbe und die Faserlänge. Lange Zeit wurden weisse Fasern bevorzugt, da diese beliebig einfärbbar sind; durch das zunehmende Interesse der europäischen Textilindustrie an Naturfarben erzielen z.Z. graue und schwarze Fasern um 25 % höhere Preise als weisse. Es werden 16-24 verschiedene natürliche Farben angeboten, bei denen es sich jedoch häufig um Mischungen handelt.

geschoren

Die Nutzung der Fasern der Wildformen Vikunja und Guanako wird durch das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) strikt geregelt und z. Z. unterbunden. Vikunjafaser wurde schon im Inka- Imperium als äusserst feine Faser geschätzt. Im Zuge der Kolonialisierung trat an die Stelle der traditionellen Lebendschur bei Treibjagden („chaku") die unkontrollierte Jagd, um die wertvolle Faser zu erlangen. Durch die Schutzbestimmungen haben sich die bedrohlich dezimierten Wildbestände soweit erholt, dass Peru 1993 ein Abkommen erwirken konnte, das in Sonderfällen die kontrollierte Schur von wildlebenden Vikunjas gestattet. Daneben bestehen Bemühungen, semidomestizierte Tiere zur Fasernutzung heranzuziehen. Im Gegensatz zur Vikunjafaser ist die Guanakofaser kaum bekannt, erst jüngere Untersuchungen machen auf den potentiellen Wert der ebenfalls sehr feinen Fasern aufmerksam.

Martina Gerken in Neuweltkameliden: Ein Leitfaden für Halter, Züchter und Tierärzte
Matthias Gauly (Hrsg.) Berlin: Parey, ©1997 1ISBN 3826331443 Seite 98



Zum Beispiel Kameliden bei den Inkas

Der Viehwirtschaft kam im Hochland von Gross- Peru eine ausserordentliche Bedeutung zu. Seit undenklichen Zeiten wurden die Lamas und Alpakas von den Bewohnern der Hochtäler gezüchtet. Die Tiere fanden dort ihre Lieblingsnahrung, das harte Ichu- Gras. Durch die Tierzucht gewannen die Hochlandindios

• Fleisch
• Wolle
• Felle
• Leder
• Lamamist (aus dem Dung) ihr Heizmaterial

Infolge der grossen Mengen des wildwachsenden Ichu- Grases mussten sich die Lamazüchter nicht mit dem ständigen Aufsuchen neuer Futterplätze befassen. Im Inkareich beschäftigten sich zahlreiche Hirten als Treiber, da die Lamas - als ausgezeichnete Lasttiere - für die grossen Warentransporte eingesetzt wurden, ferner während der Feldzüge Nahrungsmittel und Kriegsmaterial beförderten. (Bei einer Traglast von höchstens 40 kg legen diese Tiere 15 bis 20 km im Tage zurück.)

Daneben spielten die Lamas auch als Opfergabe eine wichtige Rolle, wie aus zahlreichen Grabfunden hervorgeht. Nur bei besonderen Anlässen war es gestattet, einzelne Tiere zu schlachten. Das unerlaubte Töten eines Muttertieres wurde streng geahndet.

Aus der groben Lamawolle wurden Säcke oder Decken hergestellt. Die feinere Wolle der Alpacas diente zur Verarbeitung von Kleidern.

Decke aus Lamawolle

In der Zeit der Inkaherrschaft gehörte der grösste Teil der Herden dem Kaiser, der aus diesem «Staatseigentum» verdiente Beamte oder tapfere Krieger beschenkte.
Weitere Tiere der Cameliden- Gattung waren das Vikunja (wegen seiner feinen Wolle sehr geschätzt) und das Guanako (berühmt für sein schmackhaftes Fleisch). Die Treibjagden auf diese wildlebenden Tiere unterstanden strengen Regeln. Von Zeit zu Zeit durfte in den Provinzen des Reiches eine Jagd (Chacu) abgehalten werden. Eine solche Chacu fand erst nach dem Wurf der Jungtiere statt und erforderte Tausende von Treibern, die in einem riesigen Umkreis die Jagdtiere nach einem Mittelpunkt vor sich her trieben. Der Hauptzweck des Unternehmens war neben der Fleischgewinnung das Scheren der zusammengetriebenen Vikunjas und Guanakos. Nachher wurden die Weibchen wieder freigelassen, dazu liessen die Jäger eine angemessene Zahl von gesunden männlichen Tieren wieder laufen, damit die Fortpflanzung sichergestellt blieb. In gleicher Weise wurde mit den eingefangenen Rehen, Hirschen und Damhirschen verfahren. Die übrigen Tiere töteten die Jäger, und aus der ungeheuren Menge an essbarem Fleisch stellte man Charqui (Trockenfleisch) her, das zur Aufbewahrung in die Lagerhäuser gelangte. Den Rest der Beute verspeisten die Jäger bei einem grossen Festmahle. Der Chronist dieses Berichtes, Garcilaso de la Vega, berichtet ausserdem:

Inkas

«Diese Treibjagden wurden nur alle vier Jahre in den einzelnen Landesteilen veranstaltet, da man von einer Jagd zur anderen eine entsprechende Frist verstreichen liess. Die Indianer sagten nämlich, dass in der Zwischenzeit die Wolle des Vikunjas wieder voll nachwachsen würde und dass sie es vorher nicht scheren wollten. Inzwischen hätten die Tiere wieder Zeit gefunden, sich zu vermehren, und sie würden auch wegen dieser Schonzeit nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen wie bei einer jährlichen Treibjagd ...»


Quellen Angabe: Bollinger Armin, Dörig, Hansruedi: Die Inka.
Lausanne: Mondo, ©1977 Seite 104

Copyright © 2002 APU KUNTUR GmbH | Baderstrasse 9 | CH-8400 Winterthur | Switzerland
Webdesign by www.roger-schmid.ch | Site is Optimized for NC 7.0 | IE 6.0 | Opera 6