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Apu Kuntur Alpaca |
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| Neuweltkameliden |
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Die amerikanischen Kamele sind nicht, wie man denken könnte, ausschliesslich Gebirgstiere. Das anpassungsfähigste in dieser Hinsicht ist der Guanako, der von 0 bis 4000 m anzutreffen ist. Sein heutiges Verbreitungsgebiet ist allerdings sehr eingeschränkt. Es erstreckt sich von Nordperu bis zur südlichsten Grenze Patagoniens und Feuerlands. Früher dagegen bevölkerte er einen grossen Teil der Ebenen und Steppen im mittleren und westlichen Teil Südamerikas einschliesslich des Gran Chaco. Hans Krieg hat nachgewiesen, dass der Guanako in jeder Höhe, bei jeder Temperatur und in trockener Luft leben kann. Das erklärt, dass er in tropischen oder subtropischen Breiten nur die Andenhochflächen bewohnt, denn in den Niederungen ist die Feuchtigkeit meist sehr gross. Gegen Süden zu findet man ihn aber in Küstennähe und sogar auf einigen vom Festland nicht allzu weit entfernten Inseln.

Weitere Informationen über die Nutzung.
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Lamas und Alpacas kommen als Haustiere in verschiedensten Gebieten vor. Es ist daher fast unmöglich, ihnen einen optimalen Lebensraum zuzuordnen. Das Verbreitungsgebiet des Lamas, das früher auch Paraguay und Ecuador umfasste, ist immer kleiner geworden und erstreckt sich heute, nach Angaben von A. Cardozo, über den Süden Perus, den Westen Boliviens, den Nordosten Argentiniens bis Catamarca sowie über die Hochsteppe von Atacama in Chile. Lamas halten sich meist in einer Höhe zwischen 2300 und 4200 m auf. Das Alpaca lebt allem Anschein nach lieber in grösserer Höhe. 1n Enklaven, die über den Süden Perus und Boliviens verstreut sind, lebt es bis in Höhen von 4800 m.

Weitere Informationen über Lamas und Alpacas.
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Die Welt der Vikunja ist die peruanische Hochsteppe.
Simon vertritt die Auffassung, dass sich das Verbreitungsgebiet des schlanksten
und kleinsten der amerikanischen Kamele früher über mehr als 2000
km erstreckt haben muss, nämlich vom Süden Ecuadors bis in die
nördlichsten Teile Chiles und in den Nordosten Argentiniens. Das Eindringen
des Menschen und seines Hausviehs in das Reich der Vikunja hat jedoch dazu
geführt, dass sie aus Ecuador und auch aus Chile und Argentinien fast
ganz verschwunden sind.
Eine richtige Ernährung ist für die Vikunja, das einzige lebende
Huftier, das wie die Nagetiere ständig nachwachsende untere Schneidezähne
hat, lebenswichtig. Sie brauchen nämlich harte Pflanzen, damit ihre
Zähne sich abnützen. Ihr Lebensraum, schreibt Cardozo, sind die
Schluchten der Kordilleren, wo sich tiefe Wassertümpel bilden, an denen
sie alle zwei Tage ihren Durst stillen können. Hier gibt es auch Poa,
Agrostis und einige Gräserarten, wie das Federgras Stipaichu der kalten
Andengebiete. Auch das am Boden kriechende Sterngras wächst hier noch
gelegentlich, ausserdem harte Gräser, Moos und Flechten an den Felsen.
Man kann sagen, dass das Reich der Vikunja unterhalb der Grenze ewigen Schnees
(zwischen 4800 und 5500 m Höhe) und oberhalb 3000 m liegt.

Weitere Informationen über Vikunjas.
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Quellen Angabe: Fauna/ Redaktion: Felix Rodriguez de la Fuente. München, Novaria.
Band 8 Südamerika (Neotropische Region) © 1971 Seite 279
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