Alpaca. Our Passion.
Seit über 4500 Jahren wird Alpaka in den Anden Perus geschätzt. Die feine Naturfaser ist tief mit der Kultur und Handwerkskunst der Andenvölker verbunden und vereint bis heute natürliche Wärme, Leichtigkeit und aussergewöhnliche Weichheit.
Über die Alpakafaser
In den peruanischen Anden leben Alpakas unter extremen Klimabedingungen auf bis zu 5000 Metern Höhe – genau dort entwickelt die Faser ihre einzigartigen Eigenschaften.
Die Alpakafaser zählt zu den feinen tierischen Naturfasern und wird wie Kaschmir oder Mohair zu den Proteinfasern gezählt.
Im Vergleich zu klassischer Schafwolle besitzt Alpaka eine feinere und glattere Schuppenstruktur. Zusammen mit der Feinheit der Faser sorgt dies für einen besonders weichen Griff.
Die Feinheit der Faser wird in Mikron gemessen und liegt je nach Qualität zwischen 15 und 36 Mikron. Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Mikronwert, desto feiner und weicher fühlt sich die Faser an. Das Material wird daher häufig als angenehm und weniger kratzig wahrgenommen.
Alpaka überzeugt durch sehr guten wärmeisolierende Eigenschaften. Die feine Faser speichert Wärme besonders effizient und bleibt dabei angenehm leicht auf der Haut.
Zugleich unterstützt Alpaka ein ausgeglichenes Trageklima. Die Faser kann Feuchtigkeit aufnehmen und weiterleiten, ohne sich schnell nass anzufühlen – dadurch bietet die Faser sowohl bei kalten als auch bei wechselnden Temperaturen einen hohen Tragekomfort.
Die Faser ist von Natur aus wasserabweisend und unempfindlich gegenüber Schmutz. Flüssigkeiten dringen nur langsam ein, wodurch Verschmutzungen oft leichter entfernt werden können.
Da Alpaka nahezu frei von Lanolin ist, benötigt die Faser bei der Aufbereitung weniger intensive Waschprozesse als Schafwolle und wird häufig auch von empfindlicher Haut als besonders angenehm empfunden.
Alpakas leben in den Hochlagen der peruanischen Anden auf bis zu 5000 Metern Höhe. Dort sind sie extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt – genau diese Bedingungen verleihen ihrer Faser die besonderen isolierenden Eigenschaften.
Alpakas gelten als besonders schonend für ihre Umwelt. Beim Grasen reissen sie Pflanzen in der Regel nicht mitsamt den Wurzeln aus, wodurch die Vegetation erhalten bleibt. Zudem belasten ihre weichen Sohlen den Boden deutlich weniger als harte Hufe und tragen so zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Weideflächen bei.
Auch die Faser überzeugt durch ihre Nachhaltigkeit: Bei richtiger Pflege ist Alpakafaser aussergewöhnlich langlebig. Dank ihres geringen Lanolinanteils benötigt die Rohfaser bei der Verarbeitung weniger Wasser, Energie und Chemikalien als viele andere tierische Fasern.
Alpakas besitzen eine außergewöhnliche natürliche Farbvielfalt. Die Faser kommt in zahlreichen Naturtönen vor – von Weiß und Creme über verschiedene Braun- und Graunuancen bis hin zu tiefem Schwarz.
Insgesamt gibt es 22 anerkannte Naturfarben, die sich zusätzlich in viele weitere Nuancen unterteilen lassen. Viele dieser Farbtöne können ganz ohne künstliche Färbung verarbeitet werden und unterstreichen den natürlichen Charakter der Faser.
Die natürlichen Erdtöne verleihen Alpaka-Produkten ihre besondere Tiefe und zeitlose Natürlichkeit.
Alpakafaser wird in zwei unterschiedliche Fasertypen beziehungsweise Rassen unterteilt: Huacaya und Suri.
Huacaya ist der am weitesten verbreitete Typ. Die Faser besitzt eine weich gekräuselte Struktur mit voluminösem Charakter und sorgt für besonders warme, weiche Strickwaren.
Suri hingegen wächst in langen, glatten Fasern mit seidigem Fall und natürlichem Glanz. Durch ihre glattere Struktur reflektiert die Faser Licht besonders elegant und verleiht Textilien eine fliessende, luxuriöse Anmutung.

Ein Hoch auf die Alpakafaser
In den Höhenlagen der Anden sind Alpakas starken Temperaturunterschieden ausgesetzt – von intensiver Sonne am Tag bis zu klirrend kalten Nächten. Ihre feine Faser ist genau darauf ausgelegt: Kleine Lufteinschlüsse speichern wohltuende Wärme und schenken ein angenehm ausgeglichenes Tragegefühl.
Besondere Faserstruktur
Fasern im Vergleich
Die Feinheit einer Naturfaser wird in Mikron, also Mikrometern (µm), gemessen. Je niedriger der Wert, desto feiner und meist weicher fühlt sich die Faser an. Die tatsächliche Qualität hängt jedoch auch von Sortierung, Gleichmässigkeit, Faserlänge und Verarbeitung ab.
Zum Vergleich:
- Menschliches Haar: ca. 70 Mikron
- Alpaka für hochwertige Strickwaren: ca. 19–27 Mikron
- Royal Alpaka: max. 19 Mikron
- Vikunja: ca. 11-13 Mikron
Ca. 23–26 Mikron
Etwas robuster, dennoch weich und komfortabel – ideal für langlebige Strickwaren mit angenehmem Griff.
Ca. 20–23 Mikron
Besonders weich, leicht und angenehm auf der Haut.
„Baby Alpaka“ beschreibt nicht das Alter des Tieres, sondern ausschliesslich die Feinheit der Faser.
Unter 19 Mikron
Aussergewöhnlich feine Premiumqualität mit besonders weichem Griff und luxuriösem Tragegefühl.
Ca. 18–24 Mikron
Feine Baby-Alpaka-Qualität aus Suri-Faser. Sie zeichnet sich durch seidigen Glanz, fliessenden Fall und eine glatte, elegante Struktur aus.
Ca. 16–18 Mikron
Eine besonders feine Selektion innerhalb der sehr hochwertigen Alpakaqualitäten.
Noch feiner und weicher als Royal Alpaka – besonders exklusiv und selten.
Ca. 13–19 Mikron
Eine seltene südamerikanische Wildfaser. Die feine Unterwolle ist besonders weich, leicht und wärmend; für hochwertige Garne wird sie sorgfältig von gröberen Deckhaaren getrennt.
Ca. 11–13 Mikron
Eine der feinsten und seltensten tierischen Naturfasern der Welt. Außergewöhnlich weich, leicht und exklusiv.

Häufige Fragen
zur Alpakafaser
Unsere Alpakas leben zumeist in kleinen Familien-Herden von 50 bis 100 Tieren in den peruanischen Anden. Dort gibt es tausende Kleinbauern, die von der Alpakazucht leben, ihre Tiere liebevoll pflegen und ganzjährig im Freien halten. Mit viel Auslauf inklusive.
Die Schur findet traditionell einmal jährlich pro Tier statt und dauert nur wenige Minuten. Im Anschluss werden die Fasern nach Farbe und Feinheit von Hand manuell verlesen. Diese traditionelle Selektion ist ein anspruchsvolles Handwerk, dass nur wenige Menschen beherrschen.
Weiter verarbeitet wird unsere Alpaka Wolle in unseren Produktionsbetrieben in Cusco, Arequipa und Lima in Peru. Hier garantieren wir faire Löhne und sichere Arbeitsplätze.
Sie möchten mehr Erfahren? Hier erhalten Sie weitere Infos zum fairen und nachhaltigen Produktionsbetrieb der Marke APU KUNTUR.
Nein, natürlich verwenden wir nicht die Fasern von Alpaka-Babys. Die Bezeichnung Baby Alpaka seht für eine Qualitätsstufe der Faser.
Baby Alpaka bezeichnet extrem feine und hochwertige Alpakafasern. Diese sind so unglaublich fein, wie sie normalerweise nur bei den allerjüngsten Alpakas zu finden wären. Um zu dieser Feinheitsklasse zu gehören, darf das durchschnittliche Haar nicht dicker als 23 Mikrometer (auch Mikron genannt) sein.
Alpakafaser enthält kaum Wollfett – sogenanntes Lanolin.
Lanolin ist ein tierisches Fett, das in Schafwolle vorkommt und irritierend für die Haut sein kann. Da Alpakafaser fast komplett Lanolin-frei ist, ist sie optimal geeignet für Babys und Menschen mit sensibler Haut.
Unsere Alpaka Pullover, Strickjacken, Schals, Mützen, Handschuhe und sogar die Thermo-Wäsche lassen sich also ganz unbedenklich tragen.
Es ist sehr einfach, Alpakakleidung richtig zu pflegen. Die superfeine Struktur sorgt dafür, dass Gerüche nur äusserst langsam aufgenommen werden und idealerweise schnell wieder verschwinden.
Wenn Sie Ihrem Alpaka-Pullover nach dem Tragen wieder Frische verleihen möchten, einfach zum Lüften auf den Balkon oder im Bad aufhängen – anstatt ihn komplett zu waschen. Nach nur wenigen Stunden verschwinden eventuelle Gerüche sowie Falten meist.
Zudem ist die Alpakafaser sehr strapazierfähig. Das bedeutet, sie ist knitterresistent und bildet bei der richtigen Pflege auch kaum Knötchen.
Beim Waschen sollte man auf Hitze und zu viel Waschmittel verzichten – sie sind die grössten Feinde der Alpakawolle. Andernfalls kann Alpaka-Kleidung ihre Form verlieren. Daher sollte sie entweder von Hand oder im Handwaschprogramm der Waschmaschine gewaschen werden. Verwenden Sie hierfür am besten ein mildes, lanolinfreies Wollwaschmittel.
Nach der Wäsche einfach vorsichtig in Form ziehen und am Besten lufttrocknen lassen. Dabei auf keinen Fall aufhängen, sondern einfach flach hinlegen, da sich der Strick sonst verziehen und seine Form verlieren würde. Auch unbedingt auf das Trocknen im Wäschetrockner verzichten, sonst zieht sich die Faserstruktur zusammen. Hier erhalten Sie weitere hilfreiche Tipps & Tricks zur Pflege.





